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Wettbewerb - Sanierung & Erweiterung Bürgerheim Appenzell

SOLEIL

Wie kann ein prominent positioniertes, geschichtsträchtiges Gebäude adaptiert und ergänzt werden ohne dem Bestand Platz und Aufmerksamkeit zu nehmen ?

. . . gemeinsam mit BothAnd Architektur

/ 02 ENTWURF

Für die Erweiterung des Bürgerheim wird ein gesamtheitlicher Lösungsansatz vorgeschlagen, der das Bestehende würdigt und das Neue begrüsst. Es sollen die Qualitäten des Bestandes sowie die Freizügigkeit des Landschaftsraumes beibehalten werden indem ein kompakter, ökonomischer, wie eigenständiger Punktbau das historische Ensemble ergänzt. Ein Neubau welcher rationale Bauweisen integriert und nachhaltige Flexibilität ermöglicht.

Bestand und Neubau bilden zusammen mit An- und Nebenbauten eine neue geometrische Komposition der Gesamtanlage. Zwei Baukörper, die bewusst als eigenständige Identitäten miteinander in Dialog treten, kommunizieren über Konstruktion und Material vitale und lebendige Gegensätze. Zwischen Alt und Neu entsteht die neue Markthalle, welches als zentrales Pass- Stück und Bindeglied zwischen Landschaftsraum und Gebäude vermittelt und als einladende Geste wirkt.

Das Freiraumkonzept geht einher mit der kompakten Setzung des neuen Bauvolumens sowie minimalen Eingriffen in den natürlichen Geländeverlauf. Neue, belebende Orte für Körper und Geist werden geschaffen und verknüpfen sich mit den vorhandenen Zeitschichten und einer neuen Architektur. Ein zirkulär ausformulierter Landschaftsraum lässt Bauten, Menschen und Umwelt in Dialog treten und stärkt die wertvolle Identität des Bürgerheim Appenzell.

Der neue, viergeschossige Punktbau basiert auf einem quadratischen Grundriss und ist im Gegensatz zum Hauptgebäude nicht gerichtet. Durch die Drehung des Grundriss um 45 Grad werden landschaftliche Bezüge gesucht, Aussichten und Blickachsen generiert sowie Autonomie für die beiden Gebäude geschaffen. Der Neubau zeichnet sich durch seine rationale Struktur aus. Drei Materialien bestimmen Aufbau und Konstruktion von Struktur und Fassade. Aus einem betonierten Sockelgeschoss steigt der um 45 Grad gedrehte, mittlere Erschliessungskern mit Treppe und Lift nach oben. Die Holzkonstruktion der Wohngruppen ist wie ein Kranz um den Betonkern herum angeordnet. Die gedeckten Terrassen sowie die Markthalle sind als separate Bau-Elemente mit einer Stahlkonstruktion ausgeführt. Das umlaufende Fassadenfries bindet schlussendlich

Eine zeitgemässe Interpretation der Appenzeller Gebäudestrukturen vereint Tradition und Moderne in einer zweckmässigen und nachhaltigen Konstruktion. Die Schindelfassade, die regelmässige Anordnung von Öffnungen sowie der massive Sockel stellen eine Gestalt mit vertrautem baukulturellem Vokabular der Umgebung dar. Die materialgerechte sowie handwerkliche Ausarbeitung der Schindelfassaden prägen die einfache und stimmungsvolle Semantik des Hauses. Neben den Fokus auf die Thematik Holzbau und Holzhandwerk sind diese Elemente als Stahlkonstruktionen ausgeführt. So profitieren Markthalle und Gartendecks von einer einfachen Stahlkonstruktion, welche ein hohes Mass an Leichtigkeit und Transparenz mit sich bringt.